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Ausgabe 123 (QII:2026): Gestaltungsräume

Wo hat Rostock aktuell Gestaltungsräume, die gemeinsam entwickelt werden? Beim Nachdenken über diese Frage fallen vielleicht nicht jeder und jedem von Ihnen sofort Orte ein. Und doch gibt es sie viel häufiger, als man denkt. In unserer aktuellen Ausgabe finden Sie wieder eine ganze Reihe davon. Etwa in den vielen Erzählungen über mitgestaltende Kinder und Jugendliche - die Bänke für den öffentlichen Raum restaurieren, ein gemeinsam genutztes Nachbarschaftsregal bauen oder den S-Bahnhof Lütten Klein mitgestalten. In all diesen Fällen übernehmen sie Verantwortung für ihr Umfeld, stärken dadurch den sozialen Zusammenhalt und machen unsere Stadt zu einem besseren und bunteren Ort. Solche und ähnliche Blicke auf Teilhabe und Mitgestaltung ziehen sich wie ein roter Faden durch das aktuelle Heft: Die Beiträge erzählen von Gemeinschaftsgefühl, aber auch von Mut, Widerspruch und dem Wunsch, bestehende Strukturen zu verändern. Dabei stellen sich Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen der Stadt auch unbequemen Themen und verhandeln - durchaus emotional, aber immer konstruktiv - zentrale demokratische Werte. Sie beteiligen sich an aktuellen Debatten zu den Themen Stadtentwicklung, gemeinsam genutzter öffentlicher Raum und kulturelle Identität. Und sie beschäftigen sich dabei immer auch mit der Frage, wie wir zukünftig zusammenleben wollen. Damit, wie die Gestaltung dieses Zusammenlebens so gelingen kann, dass sich alle damit wohlfühlen. Das braucht Debatte - offen, streitbar und nah an den Menschen dieser Stadt. Denn eine lebendige Stadt entsteht nicht allein durch Bauprojekte oder Verwaltungsentscheidungen, sondern durch Menschen, die sich engagieren, widersprechen, gestalten und Verantwortung übernehmen. Davon, dass dies wichtig für uns alle und auf gute Weise möglich ist, erzählt dieses Heft.

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