Demokratische Verantwortung im öffentlichen Dienst
Willkommen zur 2. Veranstaltung unserer Reihe „Was bewegt M-V?“
Was bedeutet demokratische Verantwortung im beruflichen Alltag, wenn politischer Druck zunimmt, demokratische Standards infrage gestellt werden und autoritär-populistische Kräfte an Einfluss gewinnen? Diese Frage betrifft nicht nur Politik, sondern ganz konkret auch Schulen, Verwaltungen, Hochschulen und andere öffentliche Institutionen.
Mit der Veranstaltung „Demokratische Verantwortung im öffentlichen Dienst – Recht, Neutralität und Handlungsspielräume in politisch polarisierten Zeiten“ greifen wir eine hochaktuelle Herausforderung auf. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Beschäftigte im öffentlichen Dienst professionell, rechtssicher und demokratisch handlungsfähig bleiben können, wenn sich politische Rahmenbedingungen verschärfen.
Die Veranstaltung bringt Perspektiven aus Schule, Verwaltung und Wissenschaft zusammen. Sie verbindet wissenschaftliche Einordnung, berufspraktische Erfahrungen und kollegialen Austausch. Gemeinsam soll ausgelotet werden, was autoritär-populistische Entwicklungen für den Arbeitsalltag, für institutionelle Verantwortung und für demokratische Praxis bedeuten – und welche Handlungsspielräume bestehen.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Lehrkräfte, Verwaltungsmitarbeitende, Wissenschaftler:innen, Personalvertretungen, Gewerkschaften und weitere Interessierte, die sich mit ihrer Rolle und Verantwortung in öffentlichen Institutionen auseinandersetzen möchten.
Termin und Ort
Datum: 20.05.2026
Uhrzeit: 18:00–21:30 Uhr
Ort: Arno-Esch-Hörsaal, Universität Rostock
Anmeldung unter: https://eveeno.com/260021770
Ablauf
17:30–18:00 Uhr
Anmeldung und Ankommen im Foyer des Arno-Esch-Hörsaalzentrums
18:00–18:15 Uhr | Eröffnung im Plenum
Begrüßung und Einführung in die Leitfrage des Abends:
Wie lassen sich demokratische Institutionen und die Menschen, die in ihnen arbeiten, schützen, wenn politischer Druck zunimmt?
18:15–19:00 Uhr | Impulse im Plenum
– Prof. Muno: wissenschaftliche Einordnung autoritär-populistischer Dynamiken und ihrer Bedeutung für den öffentlichen Dienst
– Jannik Jaschinski / Thüringen-Projekt: Erfahrungen aus Thüringen und konkrete Perspektiven auf politischen Druck in öffentlichen Institutionen
19:10–20:20 Uhr | Parallele Foren
Forum Schule – Demokratiebildung als Schulauftrag
Moderation: Prof. Andreas Diettrich und Katrin Bartel (ZLB)
Mit Beiträgen aus Schule, Demokratiebildung und Gewerkschaft, u. a. mit Dr. Steffen Schoon (IQ-MV), Kevin Leutner (Schulleiter), Dr. Christian Ulbricht (Regionalzentrum für demokratische Kultur Vorpommern-Greifswald) , Benjamin Ehlers (Schulleiter aus Hamburg) und Ulrike von Malottki (GEW Vorsitzende)
Forum Verwaltung – Demokratie als Verwaltungsauftrag
Moderation: Dr. Valerian Thielicke-Witt
Mit Perspektiven aus Gewerkschaft, Verwaltungspraxis und zivilgesellschaftlicher Demokratieförderung, u. a. mit Stefan Gillwald (ver.di), Heike Fritzsche (Verwaltung für Demokratie e.V.), Jannik Jaschinski (Verfassungsblog) sowie Moritz Thielicke & Johannes Meisner (Verwaltungsrichter in Schwerin)
Forum Wissenschaft – Wissenschaftsfreiheit und institutionelle Verantwortung
Moderation: Dr. Henning Hummert
Mit Perspektiven aus Hochschulleitung, Wissenschaft und Interessenvertretung, u. a. mit Sandra Astáras (GEW), Prof. Nicole Wrage-Mönnig (Prorektorin), Dr. Christoph Haker (Europa-Universität Flensburg) und Dr. Gudrun Heinrich (Universität Rostock)
Pause und Übergang (20.20 - 20.30 Uhr)
20:30–20:50 Uhr | Gemeinsamer Abschluss im Plenum
Die zentralen Einsichten aus den drei Foren werden im Plenum zusammengeführt und aufeinander bezogen. So werden übergreifende Herausforderungen, Spannungen und Handlungsmöglichkeiten sichtbar.
ab 20:50 Uhr | offener Austausch beim Imbiss
Beim anschließenden Ausklang gibt es Raum für Gespräche, Vernetzung und den Austausch mit den Kooperationspartnern.
Ziel der Veranstaltung
Die Veranstaltung möchte dazu beitragen, autoritär-populistische Dynamiken und ihre Auswirkungen auf den öffentlichen Dienst besser zu verstehen. Zugleich soll sie konkrete berufliche Handlungsspielräume in Schule, Verwaltung und Wissenschaft sichtbar machen. Ziel ist es, für demokratische Verantwortung zu sensibilisieren, professionsübergreifenden Austausch zu fördern und Beteiligte darin zu stärken, institutionelle Rechte, berufliche Rollen und demokratische Standards auch unter politischem Druck reflektiert und handlungssicher zu vertreten.
Kooperationspartner
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem IQ-MV, der GEW, ver.di sowie dem ZLB statt. Die Partner wirken nicht nur an der Bewerbung mit, sondern sind auch inhaltlich in den Abend eingebunden.